Projektbericht L´Urban – Architektur, Stadt, Mensch

Vorbereitung

Zu Beginn des Projekts fand eine erste Projektbesprechung mit den Studierenden der SRH und ihrem Dozenten, Prof. Dr. Marc Kirschbaum in Heidelberg statt. Den Studierenden wurde das Projekt LUView vorgestellt und es wurde über die Idee gesprochen, sich mit der Architektur der Stadt Ludwigshafen zu beschäftigen. Im nächsten Schritt, machten die Studierenden eine Exkursion in die junge Industriemetropole am Rhein. Gemeinsam mit Matthias Ehringer, vom Denkmalschutz und Marc Kirschbaum machten die Studenten eine Exkursion durch die Innenstadt und besuchten dabei diverse architektonische Highlights der Stadt, wie zum Beispiel das alte Corso Theater, die Stadtbücherei oder die Notkirche, die nach den Plänen von Otto Bartning erbaut wurde.

Anschließend setzen sich die Studiereden mit dem Thema Architekturvermittlung auseinander. Barbara Żak, von der SRH, zeigte den Studierenden einige Grundlagen und entwickelte mit ihnen eigene Projektideen, die im anschließenden Praxisworkshop in Ludwigshafen von den Studierenden selbst umgesetzte werden sollten.

Workshop  

Der Workshop begann mit einer grundsätzlichen Einführung in die Videoproduktion mit iPads. Die Studierenden sollten ein erstes kleines Interview drehen und sich dabei gegenseitig vorstellen. Währenddessen machten sie sich mit der Video-App, dem Mikrofon und der speziellen Halterung vertraut, mit der das Tablet auf dem Stativ befestigt wird. Allgemein bot sich das iPad als Produktionsmittel aus mehreren Gründen an. Der wichtigste Grund ist aber, dass die Studierenden selbst zu einem großen Teil mit Apple-Produkten arbeiten. Denn ein erklärtes Ziel dieses Teilprojekts war es, dass die Studierenden ihre, im Projekt erlernten, Kompetenzen auf ihren eigenen Geräten einsetzen können, um in ihrer späteren beruflichen Praxis davon Nutzen zu machen.

Nach der Einführung in die Technik, ging es an die Vorstellung der Projektideen. Die Studierenden hatten dafür eigens eine Präsentation vorbereitet und stellten ihre Ideen einem Expertenteam vor. Dieses bestand aus dem Architektur Professor Dr. Kirschbaum, dem Experten für Stadtentwicklung Prof. Dr. Dr. Kai Schuster, der Architekturfilmerin Barbara Żak sowie Hans-Uwe Daumann dem stellvertretenden Geschäftsführer von medien+bildung.com. Hans-Uwe Daumann konnte als Stadtratsmitglied und gebürtiger Ludwigshafener, den Studierenden eine gute Einschätzung zu der Relevanz ihrer Ideen, im Bezug auf das Interesse der Ludwigshafener Öffentlichkeit, geben. Gemeinsam mit der Expertenrunde, wurden die Ideen der Studenten weiterentwickelt und zum Teil grundlegend überarbeitet.

Die drei weiteren Tage des Workshops, waren geprägt von intensiver Arbeit in Kleingruppen. Die Studierenden zeigten hier großen Einsatz und arbeiteten sehr selbständig, auch über die eigentliche Workshopzeit hinaus. Beispielsweise schnitt eine Gruppe bis tief in die Nacht aus Styroporplatten große Buchstaben aus, die sie für eine Aktion in der Stadt benötigten. Eine andere Gruppe zeichnete selbst grafische Elemente  für eine Animation, in der sie das Konzept einer Innenstadtsanierung visualisieren wollten.

Doch auch Rückschläge galt es zu kompensieren. So mussten zum Beispiel, aufgrund eines Tonproblems, die Aufnahmen einer Gruppe fast vollständig neu gedreht werden. Hier zeigte sich aber die große Solidarität der Studierenden untereinander. So half beispielsweise eine andere Gruppe, indem sie das Team mit dem eigenen PKW in die Stadt brachte, damit dieses ihre neuen Aufnahmen schnell machen konnte.

Doch auch wenn die meisten Projekte mehr Zeit benötigten, als Anfangs vermutet und am Ende nur durch zusätzliche Arbeit zuhause, fertigt gestellt werden konnten, waren sich die Studierenden am Ende einig: Und zwar konnten sie in dem Projekt sowie einiges über Architekturgeschichte und Architekturvermittlung lernen, als auch ihre mediengestalterischen Fähigkeiten deutlich erweitern. Ihre neu erlernten Fähigkeiten können sie nun später in ihrem Berufsleben einsetzen, wenn sie ihre eigenen Projekte präsentieren.

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Stolperstein-Tour: Zusatztermin

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Was machen junge Leute in ihren Schulferien? Sie arbeiten! Und zwar nicht für Geld, beim Fastfood-Restaurant um die Ecke, sondern freiwillig im Stolperstein-Projekt! In der letzten Ferienwoche treffen sich alle noch mal, um ihre Audiobeiträge fertig zu schneiden. Zuerst muss aber geklärt werden, wo sich das Material befindet, das vor den Ferien aufgenommen wurde. Zum Teil wurde bereits mit dem Schnitt begonnen, andere Beiträge sind noch völlig roh und ein Ordner ist sogar völlig leer. Nach ein kurzen Schrecksekunde werden aber auch diese Aufnahmen auf einer externen Festplatte gefunden.

Das Schneiden erfordert nochmals sehr viel Konzentration. Nicht nur die Sprachaufnahmen müssen gründlich geschnitten werden, auch die Musik muss exakt an die richtige Stellen gesetzt und passende „Atmos“ zur Untermalung gefunden werden.

20140902_160057Parallel arbeitet ein Teil des Teams bereits an ganz neuen Plänen: Das Projekt soll auch über den Rahmen von luview.de in Eigenregie der Schüler und Schülerinnen weitergeführt werden. Dazu wollen sie nicht nur eine eigene App programmieren, sondern auch eine Homepage erstellen, die für Ihre App wirbt. Damit das Ganze auch optisch richtig gut rüber kommt, wird professionelle Unterstützung von einer Grafikerin benötigt. Um das Geld für ihre Pläne zu bekommen, beschließt das Team sich auf eine Förderung beim Projekt Think BIG zu bewerben.

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Wildes LU: erster Workshoptag

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Ludwigshafen ist grün, zumindest grüner als viele vermuten. Schaut man genauer hin, so entdeckt man an den Rändern unserer Straßen und Wege allerhand sehenswerte Gewächse. Große und kleine, bekannte oder eher seltene. Manche davon kann man essen oder zumindest einen Tee daraus zubereiten. Andere Pflänzchen sind trotz ihrer Schönheit recht giftig, oder aber nicht so schön, verfügen dafür unter Umständen über eine heilende Wirkung. Um diese Vielfalt zu entdecken und aufzuzeigen, begeben sich 6 Gärtner und Gärtnerinnen des hack-museumsgARTen auf Pflanzen-Safari, quer durch das wilde Ludwigshafen. Ziel ihrer beschwerlichen und zum Teil gefährlichen Reise ist es, einen Pflanzenführer für Ludwigshafen zu erstellen. Die Broschüre soll junge und alte Menschen dafür begeistern, gelegentlich nach unten zu schauen und zu sehen, was um sie herum in der Stadt wächst.

Beschwerlicher als die Pflanzen-Safari selbst ist aber -wie bei jeder guten Expeditionreise – die Planung im Vorfeld. Zuerst muss ein Konzept entwickelt werden. Was wollen wir überhaupt zeigen? Macht es Sinn, eine Pflanzentour durch Ludwigshafen zu erstellen, wenn nachher vielleicht die Pflanzen garnicht mehr zu sehen sind? Schnell wird klar, dass es im Gegensatz zu anderen LUView-Projekten hier nicht einfach um ein Reihe von Orte gehen kann, die man mit dem Smartphone aufsucht. Die (Wild-)Pflanzen-Tour muss universeller angelegt werden. Die Gruppe der Hackgärtner entscheidet sich daher, einen Pflanzenführer in gedruckter Form zu erstellen. Zwar werden sechs Plätze exemplarisch vorgestellt, aber letztlich könnte es fast jeder Ort in Ludwigshafen sein, an dem man das ein oder anderer Pflänzchen finden und dann in der Broschüre “Wildes LU” nachschlagen kann. Das besondere an der Broschüre: sie wird mit Hilfe von Augmented Reality erweitert. Das heißt, es gibt mehr als die gedruckten Bilder und Texte zu entdecken. Wer die Broschüre mit einem Smartphone betrachtet, der wird zum Beispiel auch Videos sehen können, die an den 6 Orten erstellt wurden.Wildes LU-Workshop (15)

Das Ziel des ersten Projekttags ist es die Orte zu identifizieren, an denen es interessante Pflanzen in Ludwigshafen zu finden gibt und an denen gedreht werden soll. Auch das grobe Konzept für die Broschüre muss geplant werden: Wie viele Seiten? Was kommt wo hin? Welche Pflanzen wollen wir vorstellen?

Mit dem Fahrrad geht es dann auf Erkundungstour. Eine der ersten Sehenswürdigkeiten: der kleine schwarze Nachtschatten am Danziger Platz. Jetzt drehen sich Rollen, der Projektleiter Steffen Griesinger lässt sich von der erfahrenen Kräuterpädagogin Josefa Grieshaber erklären, was es mit diesem unscheinbaren Gewächs auf sich hat. Für den Medienpädagogen ist das Neuland. Beim Wildpflanzenprojekt lernen alle etwas. Die Hackgärtner bekommen Einblicke in die Produktion von Medien und dafür lernen die Medienpädagogen, was die Stadt an Flora zu bieten hat.

Am Abend des ersten Tages stehen alle Orte fest: Danziger Platz, Hans-Kleber-Platz, Bahnhof, Rheinpromenade, Westend-Straße, Friedenspark. Damit können die Dreharbeiten am nächsten Tag beginnen.

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Wildes LU: zweiter Workshoptag

Zweiter Tag: Aufnahmen am Danziger Platz

Bevor  die Expedition quer durch das wilde Ludwigshafen beginnt, muss das Hackgarten-Team erst noch ein paar Dinge lernen: Wie schaltet man die Kamera ein? Wie wird das Videostativ aufgebaut? Was bedeutet “headroom” und was ist eigentlich eine Bauchbinde? Doch bereits bei den ersten “Trockenübungen” vor der Kamera wird klar: hier sind echte Profis am Werk. Josefa Grieshaber ist es gewohnt vor Gruppen zu sprechen. Als Kräuterpädagogin verfügt sie über ein großes Fachwissen, dass sie mit viel Elan und Spaß an der Sache vermittelt.  Auch der gelernte Landschaftsgärtner Toni Wachtel macht vor der Kamera eine gute Figur: Ihm merkt man an, dass er es gewohnt ist in seiner Tätigkeit als Arbeitserzieher, Dinge zu erklären. Für die Arbeit hinter der Kamera erweist es sich als großes Glück, dass Ilona Schäfer und ihr Mann Peter begeistere Hobbyfotografen sind. Nicht nur der Umgang mit der Videokamera ist für sie kein Problem, mit großer Begeisterung  machen sie unerlässlich Making-Of-Bilder und Detailaufnahmen der verschiedenen Pflanzen. Auch der neu hinzugekommene Harald Gruber findet sich schnell in das Team ein, er hat bereits vor vielen Jahren Erfahrungen beim öffentlich rechtlichen Fernsehen gesammelt, die Aufgabe des “Ton-Manns” scheint ihm wie auf den Leib geschnitten.Wildes LU-Workshop (3)
Dennoch müssen sich die Großstadtforscher gleich zu Beginn ihrer Safari mit technischen Problemen herumschlagen. Das Video-Stativ ist defekt und als dann auch noch am Drehort festgestellt wird, dass die Videokassette vergessen wurde, kommt der Zeitplan ins wackeln. Das ganze passiert ausgerechnet an dem Ort, an dem es ohnehin nicht ganz einfach ist zu drehen: in der Nähe des Bahnhofs! Hier ist eigentlich Guerillataktik angesagt: schnell aufbauen, das Video drehen und verschwinden bevor irgendjemand die Gruppe verscheucht. Doch zum Glück ist am Samstag weniger los, sodass sich niemand an den Dreharbeiten stört. Die Ausbeute dieser Aktion kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Unmengen an wilden Möhren wachsen im und um das Bahnhofsgelände. Als der Bahnhof 1969 erbaut wurde, zählte er zu den modernsten der Welt. Heute hat sich die Natur einige Plätze zurück erobert. Die Pflanzentröge des weitläufigen Geländes bieten ideale Voraussetzungen für verschiedenste Pflanzenarten.Wildes LU-Workshop (11)

Nach der Mittagspause mach sich das Team daran, die verlorene Zeit wieder einzuholen. Mit großem Tatendrang und viel Teamgeist gelingt es im Rekordtempo die letzten vier Stationen in den Kasten zu bekommen und rechtzeitig zur abschließenden Teambesprechung fertig zu werden.

Aber abgeschlossen ist das Projekt damit nicht! Die eigentliche Arbeit liegt noch vor dem Projekt-Team. Im Laufe der kommenden Monate, soll die Broschüre geschrieben werden. Dafür müssen Bilder ausgewählt werden, Texte erstellt und spannende Fakten und Anekdoten gesammelt werden. Ende des Jahres soll dann der Ludwigshafener Pflanzenführer „Wildes LU – jede Stadt ist grün“  endlich gedruckt und kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

 

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Stolperstein-Tour: Erster Tag

Erster Tag: Recherche im Ludwigshafener Stadtarchiv

Am ersten Tag des Projekts entwickeln die Schüler/innen gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Kleinschnitger konkrete Fragestellungen zu der jeweiligen Person, die sie vorstellen wollen. Zum Beispiel: Wie war die Kindheit in Ludwigshafen? Welches Ansehen hatte eine Person aufgrund ihres Gewerbes? Wie sah das Engagement für Andere aus?

Bei einer Tour in der Stadt muss die Wissensvermittlung kompakt sein. Die Hemmschwelle, an einem Stolperstein zu verweilen und sich Informationen anzuhören, ist recht hoch. Daher ist die Zielsetzung, die Audiobeiträge in einem kompakten Format zu halten und sich jeweils auf einen Aspekt aus den Leben der Opfer zu konzentrieren.

Ein Problem bei der Recherche stellt die oft spärlichen Quellen dar. Zwar gibt es Dank des großen Engagements des Arbeitskreises „Ludwigshafen setzt Stolpersteine” zu einigen Personen bereits umfangreiches Material wie Briefe, Bilder und Akten. Bei anderen gibt es wiederum nur wenige erhaltene Zeugnisse ihrer Existenz. Unterstützung bekommen die Schüler im Ludwigshafener Stadtarchiv: Nicht nur Dr. Stefan Mörz öffnet bereitwillig die Ordner und Aktenschränke seines Archivs, auch vier weitere Experten und Expertinnen, die zum Teil einige Opfer des NS-Terros persönlich kannten, stellen sich für Interviews zur Verfügung. Die Recherche im Archiv und die Interviews erweisen sich zwar als kräftezehrend, sind dafür aber sehr gewinnbringend.

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Stadtspiel interaktiv: Vierter Tag

Vierter Tag: Die ersten Videos sind bereits im Spiel.

Auf geht es zum Endspurt! Heute wird es nochmal richtig ernst für unsere 10 jungen Medienmacher/innen. Schaffen sie es am Ende, ihr Spiel zum Laufen zu bekommen? Wird der Kriminalfall um den geklauten Geldbeutel geklärt? Und was ist mit dem jungen Schauspieler des Prinzregenten Theaters? Wer ist für dessen Entführung verantwortlich? Noch fehlt jede Spur! Die Spiele (Bounds) sind zwar bereits angelegt, aber an allen Ecken und Enden muss noch nachgebessert und Material erstellt werden. Erst dann können die Teilnehmer/innen ihre Spiele wirklich veröffentlichen. Dass die Spielentwicklung so anstrengend sein kann, hätte wohl keiner der 12- bis 14-Jährigen gedacht. Und wenn das schon so anstrengend ist, wie ist es dann erst bei einem professionellen Computerspiel?

dreharbeiten-HotdogBeim Dreh einer Szene am Vormittag gibt es eine kleine Überraschung: Der Besitzer eines Imbiss im Hemshof erlaubt nicht nur, dass sein Laden als Kulisse für eine Szene genutzt wird, sondern lädt die Akteure auch spontan auf ein Eis ein. Im Gespräch mit dem Ladenbesitzer kann auch gleich geklärt werden, dass der QR-Code, der für das Weiterkommen im Spiel unerlässlich ist, bei ihm angebracht werden darf. Bei einem Geo-Game wie Actionbound ist es immer eine knifflige Frage, wo man die Codes ankleben kann. Zwar müsste man meinen, dass es für Gewerbetreibenden eine willkommene Möglichkeit ist, um auf sich aufmerksam zu machen, aber die Erfahrung aus anderen Projekten dieser Art zeigt, dass es schwierig ist, Orte zum Anbringen der QR-Codes zu finden.

Vieter Tag: Luftsprünge auch bei den Mädels.

Nach der Mittagspause dann Luftsprünge! Leider erstmal nur als Gruppenbild, denn noch immer ist kein Ende in Sicht. Jetzt gilt es, Tempo zu machen! Spätestens um 16 Uhr sollen die Spiele getestet werden. Die Anstrengung der letzte Tage ist den Teilnehmer/innen anzumerken, aber trotz Müdigkeit und Phasen, in denen nicht alle gleichzeitig am Projekt arbeiten können, ist die Stimmung gut. Die beiden Projektleiterinnen Sarah Mergen und Catherine Kraft verbreiten Optimismus: „Eigentlich sind wir fertig, jetzt fehlen nur noch Kleinigkeiten“ ist sich Sarah sicher.

Vierter Tag: 10 Teilnehmer/innen, 4 Tage, 2 Spiele (Bounds)!

Um 16 Uhr dann der große Moment: Die beiden „Bounds“ werden auf Actionbound frei geschalten. Ab jetzt sind sie für alle öffentlich zu sehen. Wer will, kann sich sein Smartphone oder Tablet schnappen und das Spiel kostenlos mit der Actionbound-App spielen. Die Probespiele laufen, von ein paar kleinen Problemen abgesehen, reibungslos. Bei einer Gruppe wird eine Station übersprungen, damit wurde  eine Protagonistin nicht eingeführt, die später eine wichtige Rolle spielt. Solche kleinen Verknüpfungsfehler lassen sich aber auch im Nachhinein schnell beheben.

Nach den Osterferien ist eine Präsentation geplant, bei der Freunde und Familienangehörige die Spiele testen können. Bis dahin werden auch die QR-Codes überall angebracht sein. Diese müssen erst auf richtige Aufkleber-Folie gedruckt werden, damit sie nicht so schnell verwittern. Wer möchte kann aber jetzt schon mit Hilfe des hdm die Spiele ausprobieren. Am Ende sind alle froh und glücklich, dass es gelungen ist, die Spiele fertig zu stellen. Ein eigenes Stadtspiel zu erstellen war auf jeden Fall eine ganz neue Erfahrung. Nur das frühe Aufstehen in den Ferien passt nicht jedem der Teilnehmer, die sonst jedoch ein überwiegend positives Feedback geben.

 

 

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Stadtspiel interaktiv: Dritter Tag

Dritter Tag: Ein bisschen Spaß muss sein -  Requisiten aus der Verkleidungskiste.

Der dritte Tag steht ganz im Zeichen der Video-Produktion. Die Teilnehmer/innen drehen ihre Videosequenzen für die Spielstationen, dabei verwenden sie das Tablet als Kamera. Die Video-Qualität der mobilen Alleskönner ist mittlerweile so gut, dass sie nicht nur Fotos in guter Qualität liefern, sondern auch als Camcorderersatz taugen. Außerdem haben die Tablet-Videos einen entscheidenden Vorteil: Sie sind bereits für das Internet optimiert und müssen nicht erst noch mühevoll konvertiert werden. Eine wichtige Voraussetzung um sie später in das Spiel einbinden zu können.

Dritter Tag: Um das Spiel etwas bunter zu gestalten, machen die Teilnehmer/innen Fotos mit dem Tablet.

Beide Teams liegen gut in der Zeit. Auch die zweite Gruppe konnte ihren Zeitverlust des Vortages gut ausgleichen, nur das Schreiben der Texte kostet Zeit und ist natürlich anstrengend. Wer schreibt schon in den Schulferien gerne einen Text? Aber auch das gehört zum Produzieren eines Spiels. Ohne Planung läuft nichts. Die Videos sollen zwar später spontan wirken, aber dennoch kurz und informativ. Da kann man sich nicht erst vor der Kamera überlegen, was man eigentlich sagen möchte.

Dritter Tag: Erste Dreharbeiten

Einen Nachteil haben allerdings die Tablet-Videos: Der Ton! Vor allem bei einem Außendreh kommen die integrierten Mikrofone an ihre Grenzen.  Bei einer professionellen Videokamera können spezielle Richtmikrofone angeschlossen werden. Beim Tablet ist das nicht so einfach möglich. Aber auch für dieses Problem wird eine Lösung gefunden. Alle Schauspieler/innen werden in einer Nahaufnahme aufgezeichnet. Bei gerademal 30 bis 40 Zentimetern Abstand zum Tablet während der Aufnahme, können die Schauspieler/innen auch im Freien gut verstanden werden. Für das spätere Spiel sind diese extremen Nahaufnahmen ein Vorteil, denn der Kriminalfall soll ja später auch auf dem kleinen Display eines Handys gelöst werden.

Dritter Tag: Die ersten Texte für das Spiel werden eingegeben.

Auch die ersten Texte werden bereits in den Editor von Actionbound eingetragen. Auf der Homepage der Stadtrallye-APP lassen sich die einzelnen Station ganz einfach anlegen. Nun müssen nur  noch Texte, Bilder und die Videos eingefügt werden, die den späteren Spieler/innen die richtigen Hinweise liefern, damit diese den Fall lösen können. Doch trotz des guten Tempos das beide Gruppen vorlegen, bleibt es spannend. Gelingt es ihnen, ihre Spiele bis zum letzten Workshoptag abzuschließen? Die Zeit läuft! Bereits morgen muss alles fertig sein!

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Stadtspiel interaktiv: Erster Tag

Erster Tag: Das erste Testspiel vermittelt den Teilnehmer/innen einen Eindruck davon, was mit Actionbound möglich ist.

Los geht es beim Workshop „Stadtspiel interaktiv“ im Haus der Medienbildung (hdm)! 10 Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren wollen gemeinsam ein spannendes Stadtspiel erstellen. Dabei wird die Idee eines interaktiven Kriminalfilms mit der Idee einer QR-Code-Rallye kombiniert. Die Spieler/innen der Geschichte können an bestimmten Punkten selbst bestimmen, welcher Spur sie folgen und mit welchem Zeugen sie sprechen wollen. Möglich macht das Ganze eine neue Funktion in der Rallye-App „Actionbound„. Seit Kurzem ist es hier möglich nicht mehr nur rein lineare Spielverläufe zu erstellen, sondern Punkte einzufügen an denen die Spieler/innen sich entscheiden müssen, wie es weiter gehen soll. Natürlich ist hier nicht jede Spur die heiße Fährte, manch ein Weg führt auch in die falsche Richtung.

Testspiel (6)Bei einer ersten Testrunde am Vormittag probieren die Teilnehmer/innen ein Spiel, das vorab von Mitarbeiter/innen des hdm erstellt wurde. Auf diese Weise bekommen sie einen ersten Überblick was mit Actionbound alles möglich ist und wie man eine spannende Geschichte aufbauen kann. Im Spiel des hdm, müssen die jungen Detektive herausfinden wer die Technik aus dem hdm geklaut hat. Die Jagd nach den Dieben führte sie kreuz und quer durch den Hemshof. Am Ende lösen sie natürlich das Rätsel und bekamen dadurch Inspirationen für ihr eigenes Spiel.

Doch zuerst müssen noch zwei Gruppen gebildet werden. Anstelle der 7 ursprünglich angemeldeten Teilnehmer, sind es insgesamt 10 Jugendliche die in den Osterferien Zeit und Lust für die Entwicklung eines eigenes Stadtspiels haben. Daher werden zwei Teams gebildet, die jeweils an einem eigenen Spiel arbeiten.

planungRichtig knifflig wird es am Nachmittag: Was wäre ein Spiel ohne eine packende Geschichte? Die kommt aber nicht von ganz allein, sondern muss gemeinsam entwickelt werden. Natürlich möchten alle ihre eigene Idee mit einbringen: Ein Mord und eine Entführung! Oder vielleicht doch was ganz anderes? Die Einen wollen es blutrünstig, die Anderen eher eine komplizierte Geschichte mit subtiler Spannung oder einer unerwarteten Wendung. Keine ganz einfache Herausforderung! Doch für Team 1 kommt die rettenden Lösung an der frischen Luft. Bei einem Rundgang im Hemshof finden sie Plätze, die für ihre Geschichte interessant sind: Ein Spielplatz, eine Bushaltestelle und schon ist klar was in der Kriminalgeschichte passieren soll. Eine Tasche wird geklaut! Dieses Szenario finden die Teilenehmer/innen realistisch und hängen gleich darauf eine Karte an eine Pinnwand um die weiteren Orte ihrer Geschichte zu finden. Jetzt ist der Funke bei allen übergesprungen.


IMG_0267_zugeschnittenEtwas schwieriger ist die Situation bei Team 2. Auf jeden Fall soll es hier um eine Entführung gehen, aber wer wird wo und von wem unerwartet gekidnappt? Ludwigshafen ist prädestiniert für Kapitalverbrechen, schließlich wird hier seit Jahren der Tatort gedreht! Aber die Bilder aus dem Fernsehr helfen in dieser Situation nicht weiter. Im Gegenteil, es ist gar nicht so einfach sich von den großen Vorbildern zu lösen, die mit großem Aufwand gedreht werden und vor allem spielen in diesen Filmen meist Erwachsene die Hauptrolle! Wie kann es also gelingen, dass in der Spiel-Story junge Menschen in die Rolle der Ermittler schlüpfen und auch die Zeugen etc. jüngeren Alters sind? Letzendlich wird die Entscheidung auf morgen vertagt Vielleicht kommt der rettende Einfall in der Nacht…

 

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medien+bildung.com

Die LMK-Tochtergesellschaft medien+bildung.com gGmbH Lernwerkstatt Rheinland-Pfalz ist spezialisiert auf Praxisprojekte für Radio, Fernsehen und Multimedia und hat langfristige Partnerschaften in Unterricht und Weiterbildung. Ihre Angebote richten sich an Menschen jeden Alters: Kinder, Schüler, Jugendliche, Studierende und Erwachsene.

Die Medienpädagog/innen von medien+bildung.com gehen in die Partnereinrichtungen und bringen alles mit: Kompetenz, maßgeschneiderte Konzepte und Technik. Partner sind alle Bildungseinrichtungen in Rheinland-Pfalz. Die Teilnehmer/innen lernen Medien zu verstehen, selbst zu gestalten und kritisch zu hinterfragen.

medien+bildung.com gGmbH kann inzwischen auf eine fünfjährige erfolgreiche Tätigkeit zurückblicken. Sie bietet ein breites medienpädagogisches Angebot vor allem im Rahmen von Projekten und Seminaren für Kindertagesstätten, Ganztagsschulen, Schulen, Jugendarbeit, Uni /FH, Erwachsenenbildung und Studienseminare. medien+bildung.com ist in die regionalen Kommunikationsstrukturen im Bildungsbereich eingebunden, z. B. auch als Partner in den acht Medienkompetenznetzwerken in Rheinland-Pfalz.

 

Durch folgende Ansätze versucht medien+bildung.com der Anforderung an die Medienbildungspraxis gerecht zu werden, Chancen und Risiken der neuen Medien gleichermaßen zur Sprache zu bringen:
• Angebote für alle Altersgruppen
• Angebote für die wesentlichen Zielgruppen im Bildungswesen: Dabei werden folgende Zielgruppen besonders adressiert: Lernende (Kita-Kinder, Schüler/innen, Studierende), Lehrende (Lehrer/innen und

Pädagog/innen) sowie Eltern. Die Inklusion wird bei der Konzeptentwicklung besonders beachtet.

• Angebote in allen Regionen: Die Regionalbüros von medien+bildung.com bringen sich in den lokalen Medienkompetenz-Netzwerken aktiv ein.
• Wissenstransfer: Die Erfahrungen aus der Schule sind z. B. für die Aus- und –fortbildung von Lehrern und päd. Fachkräften von großem Interesse.

 

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Projektbüro Europäische Kulturhauptstadt

Das Projektbüro Europäische Kulturhauptstadt initiiert, realisiert und unterstützt eine Reihe von Kunst- und Kulturprojekten, die auf verschiedenen Ebenen eine Auseinandersetzung mit der Stadt Ludwigshafen, ihrer Identität und ihren Bewohnern zum Thema machen.

Über Kreativität und Engagement, Aktion und Partizipation werden neue Formen der Aneignung des städtischen Raumes, des Sprechens und Reflektierens über Ludwigshafen möglich. Die Stadt erscheint dabei als ein Ort, an dem die Zukunft nicht nur gedacht und erträumt, sondern auch gestaltet werden darf.

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