Projektbericht L´Urban – Architektur, Stadt, Mensch

Vorbereitung

Zu Beginn des Projekts fand eine erste Projektbesprechung mit den Studierenden der SRH und ihrem Dozenten, Prof. Dr. Marc Kirschbaum in Heidelberg statt. Den Studierenden wurde das Projekt LUView vorgestellt und es wurde über die Idee gesprochen, sich mit der Architektur der Stadt Ludwigshafen zu beschäftigen. Im nächsten Schritt, machten die Studierenden eine Exkursion in die junge Industriemetropole am Rhein. Gemeinsam mit Matthias Ehringer, vom Denkmalschutz und Marc Kirschbaum machten die Studenten eine Exkursion durch die Innenstadt und besuchten dabei diverse architektonische Highlights der Stadt, wie zum Beispiel das alte Corso Theater, die Stadtbücherei oder die Notkirche, die nach den Plänen von Otto Bartning erbaut wurde.

Anschließend setzen sich die Studiereden mit dem Thema Architekturvermittlung auseinander. Barbara Żak, von der SRH, zeigte den Studierenden einige Grundlagen und entwickelte mit ihnen eigene Projektideen, die im anschließenden Praxisworkshop in Ludwigshafen von den Studierenden selbst umgesetzte werden sollten.

Workshop  

Der Workshop begann mit einer grundsätzlichen Einführung in die Videoproduktion mit iPads. Die Studierenden sollten ein erstes kleines Interview drehen und sich dabei gegenseitig vorstellen. Währenddessen machten sie sich mit der Video-App, dem Mikrofon und der speziellen Halterung vertraut, mit der das Tablet auf dem Stativ befestigt wird. Allgemein bot sich das iPad als Produktionsmittel aus mehreren Gründen an. Der wichtigste Grund ist aber, dass die Studierenden selbst zu einem großen Teil mit Apple-Produkten arbeiten. Denn ein erklärtes Ziel dieses Teilprojekts war es, dass die Studierenden ihre, im Projekt erlernten, Kompetenzen auf ihren eigenen Geräten einsetzen können, um in ihrer späteren beruflichen Praxis davon Nutzen zu machen.

Nach der Einführung in die Technik, ging es an die Vorstellung der Projektideen. Die Studierenden hatten dafür eigens eine Präsentation vorbereitet und stellten ihre Ideen einem Expertenteam vor. Dieses bestand aus dem Architektur Professor Dr. Kirschbaum, dem Experten für Stadtentwicklung Prof. Dr. Dr. Kai Schuster, der Architekturfilmerin Barbara Żak sowie Hans-Uwe Daumann dem stellvertretenden Geschäftsführer von medien+bildung.com. Hans-Uwe Daumann konnte als Stadtratsmitglied und gebürtiger Ludwigshafener, den Studierenden eine gute Einschätzung zu der Relevanz ihrer Ideen, im Bezug auf das Interesse der Ludwigshafener Öffentlichkeit, geben. Gemeinsam mit der Expertenrunde, wurden die Ideen der Studenten weiterentwickelt und zum Teil grundlegend überarbeitet.

Die drei weiteren Tage des Workshops, waren geprägt von intensiver Arbeit in Kleingruppen. Die Studierenden zeigten hier großen Einsatz und arbeiteten sehr selbständig, auch über die eigentliche Workshopzeit hinaus. Beispielsweise schnitt eine Gruppe bis tief in die Nacht aus Styroporplatten große Buchstaben aus, die sie für eine Aktion in der Stadt benötigten. Eine andere Gruppe zeichnete selbst grafische Elemente  für eine Animation, in der sie das Konzept einer Innenstadtsanierung visualisieren wollten.

Doch auch Rückschläge galt es zu kompensieren. So mussten zum Beispiel, aufgrund eines Tonproblems, die Aufnahmen einer Gruppe fast vollständig neu gedreht werden. Hier zeigte sich aber die große Solidarität der Studierenden untereinander. So half beispielsweise eine andere Gruppe, indem sie das Team mit dem eigenen PKW in die Stadt brachte, damit dieses ihre neuen Aufnahmen schnell machen konnte.

Doch auch wenn die meisten Projekte mehr Zeit benötigten, als Anfangs vermutet und am Ende nur durch zusätzliche Arbeit zuhause, fertigt gestellt werden konnten, waren sich die Studierenden am Ende einig: Und zwar konnten sie in dem Projekt sowie einiges über Architekturgeschichte und Architekturvermittlung lernen, als auch ihre mediengestalterischen Fähigkeiten deutlich erweitern. Ihre neu erlernten Fähigkeiten können sie nun später in ihrem Berufsleben einsetzen, wenn sie ihre eigenen Projekte präsentieren.

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