Stadtspiel interaktiv: Erster Tag

Los geht es beim Workshop „Stadtspiel interaktiv“ im Haus der Medienbildung (hdm)! 10 Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren wollen gemeinsam ein spannendes Stadtspiel erstellen. Dabei wird die Idee eines interaktiven Kriminalfilms mit der Idee einer QR-Code-Rallye kombiniert. Die Spieler/innen der Geschichte können an bestimmten Punkten selbst bestimmen, welcher Spur sie folgen und mit welchem Zeugen sie sprechen wollen. Möglich macht das Ganze eine neue Funktion in der Rallye-App „Actionbound„. Seit Kurzem ist es hier möglich nicht mehr nur rein lineare Spielverläufe zu erstellen, sondern Punkte einzufügen an denen die Spieler/innen sich entscheiden müssen, wie es weiter gehen soll. Natürlich ist hier nicht jede Spur die heiße Fährte, manch ein Weg führt auch in die falsche Richtung.

Testspiel (6)Bei einer ersten Testrunde am Vormittag probieren die Teilnehmer/innen ein Spiel, das vorab von Mitarbeiter/innen des hdm erstellt wurde. Auf diese Weise bekommen sie einen ersten Überblick was mit Actionbound alles möglich ist und wie man eine spannende Geschichte aufbauen kann. Im Spiel des hdm, müssen die jungen Detektive herausfinden wer die Technik aus dem hdm geklaut hat. Die Jagd nach den Dieben führte sie kreuz und quer durch den Hemshof. Am Ende lösen sie natürlich das Rätsel und bekamen dadurch Inspirationen für ihr eigenes Spiel.

Doch zuerst müssen noch zwei Gruppen gebildet werden. Anstelle der 7 ursprünglich angemeldeten Teilnehmer, sind es insgesamt 10 Jugendliche die in den Osterferien Zeit und Lust für die Entwicklung eines eigenes Stadtspiels haben. Daher werden zwei Teams gebildet, die jeweils an einem eigenen Spiel arbeiten.

planungRichtig knifflig wird es am Nachmittag: Was wäre ein Spiel ohne eine packende Geschichte? Die kommt aber nicht von ganz allein, sondern muss gemeinsam entwickelt werden. Natürlich möchten alle ihre eigene Idee mit einbringen: Ein Mord und eine Entführung! Oder vielleicht doch was ganz anderes? Die Einen wollen es blutrünstig, die Anderen eher eine komplizierte Geschichte mit subtiler Spannung oder einer unerwarteten Wendung. Keine ganz einfache Herausforderung! Doch für Team 1 kommt die rettenden Lösung an der frischen Luft. Bei einem Rundgang im Hemshof finden sie Plätze, die für ihre Geschichte interessant sind: Ein Spielplatz, eine Bushaltestelle und schon ist klar was in der Kriminalgeschichte passieren soll. Eine Tasche wird geklaut! Dieses Szenario finden die Teilenehmer/innen realistisch und hängen gleich darauf eine Karte an eine Pinnwand um die weiteren Orte ihrer Geschichte zu finden. Jetzt ist der Funke bei allen übergesprungen.


IMG_0267_zugeschnittenEtwas schwieriger ist die Situation bei Team 2. Auf jeden Fall soll es hier um eine Entführung gehen, aber wer wird wo und von wem unerwartet gekidnappt? Ludwigshafen ist prädestiniert für Kapitalverbrechen, schließlich wird hier seit Jahren der Tatort gedreht! Aber die Bilder aus dem Fernsehr helfen in dieser Situation nicht weiter. Im Gegenteil, es ist gar nicht so einfach sich von den großen Vorbildern zu lösen, die mit großem Aufwand gedreht werden und vor allem spielen in diesen Filmen meist Erwachsene die Hauptrolle! Wie kann es also gelingen, dass in der Spiel-Story junge Menschen in die Rolle der Ermittler schlüpfen und auch die Zeugen etc. jüngeren Alters sind? Letzendlich wird die Entscheidung auf morgen vertagt Vielleicht kommt der rettende Einfall in der Nacht…

 

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