Stadtspiel interaktiv: Vierter Tag

Auf geht es zum Endspurt! Heute wird es nochmal richtig ernst für unsere 10 jungen Medienmacher/innen. Schaffen sie es am Ende, ihr Spiel zum Laufen zu bekommen? Wird der Kriminalfall um den geklauten Geldbeutel geklärt? Und was ist mit dem jungen Schauspieler des Prinzregenten Theaters? Wer ist für dessen Entführung verantwortlich? Noch fehlt jede Spur! Die Spiele (Bounds) sind zwar bereits angelegt, aber an allen Ecken und Enden muss noch nachgebessert und Material erstellt werden. Erst dann können die Teilnehmer/innen ihre Spiele wirklich veröffentlichen. Dass die Spielentwicklung so anstrengend sein kann, hätte wohl keiner der 12- bis 14-Jährigen gedacht. Und wenn das schon so anstrengend ist, wie ist es dann erst bei einem professionellen Computerspiel?

dreharbeiten-HotdogBeim Dreh einer Szene am Vormittag gibt es eine kleine Überraschung: Der Besitzer eines Imbiss im Hemshof erlaubt nicht nur, dass sein Laden als Kulisse für eine Szene genutzt wird, sondern lädt die Akteure auch spontan auf ein Eis ein. Im Gespräch mit dem Ladenbesitzer kann auch gleich geklärt werden, dass der QR-Code, der für das Weiterkommen im Spiel unerlässlich ist, bei ihm angebracht werden darf. Bei einem Geo-Game wie Actionbound ist es immer eine knifflige Frage, wo man die Codes ankleben kann. Zwar müsste man meinen, dass es für Gewerbetreibenden eine willkommene Möglichkeit ist, um auf sich aufmerksam zu machen, aber die Erfahrung aus anderen Projekten dieser Art zeigt, dass es schwierig ist, Orte zum Anbringen der QR-Codes zu finden.

Vieter Tag: Luftsprünge auch bei den Mädels.

Nach der Mittagspause dann Luftsprünge! Leider erstmal nur als Gruppenbild, denn noch immer ist kein Ende in Sicht. Jetzt gilt es, Tempo zu machen! Spätestens um 16 Uhr sollen die Spiele getestet werden. Die Anstrengung der letzte Tage ist den Teilnehmer/innen anzumerken, aber trotz Müdigkeit und Phasen, in denen nicht alle gleichzeitig am Projekt arbeiten können, ist die Stimmung gut. Die beiden Projektleiterinnen Sarah Mergen und Catherine Kraft verbreiten Optimismus: „Eigentlich sind wir fertig, jetzt fehlen nur noch Kleinigkeiten“ ist sich Sarah sicher.

Vierter Tag: 10 Teilnehmer/innen, 4 Tage, 2 Spiele (Bounds)!

Um 16 Uhr dann der große Moment: Die beiden „Bounds“ werden auf Actionbound frei geschalten. Ab jetzt sind sie für alle öffentlich zu sehen. Wer will, kann sich sein Smartphone oder Tablet schnappen und das Spiel kostenlos mit der Actionbound-App spielen. Die Probespiele laufen, von ein paar kleinen Problemen abgesehen, reibungslos. Bei einer Gruppe wird eine Station übersprungen, damit wurde  eine Protagonistin nicht eingeführt, die später eine wichtige Rolle spielt. Solche kleinen Verknüpfungsfehler lassen sich aber auch im Nachhinein schnell beheben.

Nach den Osterferien ist eine Präsentation geplant, bei der Freunde und Familienangehörige die Spiele testen können. Bis dahin werden auch die QR-Codes überall angebracht sein. Diese müssen erst auf richtige Aufkleber-Folie gedruckt werden, damit sie nicht so schnell verwittern. Wer möchte kann aber jetzt schon mit Hilfe des hdm die Spiele ausprobieren. Am Ende sind alle froh und glücklich, dass es gelungen ist, die Spiele fertig zu stellen. Ein eigenes Stadtspiel zu erstellen war auf jeden Fall eine ganz neue Erfahrung. Nur das frühe Aufstehen in den Ferien passt nicht jedem der Teilnehmer, die sonst jedoch ein überwiegend positives Feedback geben.

 

 

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