Stolperstein-Tour: Erster Tag

Am ersten Tag des Projekts entwickeln die Schüler/innen gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Kleinschnitger konkrete Fragestellungen zu der jeweiligen Person, die sie vorstellen wollen. Zum Beispiel: Wie war die Kindheit in Ludwigshafen? Welches Ansehen hatte eine Person aufgrund ihres Gewerbes? Wie sah das Engagement für Andere aus?

Bei einer Tour in der Stadt muss die Wissensvermittlung kompakt sein. Die Hemmschwelle, an einem Stolperstein zu verweilen und sich Informationen anzuhören, ist recht hoch. Daher ist die Zielsetzung, die Audiobeiträge in einem kompakten Format zu halten und sich jeweils auf einen Aspekt aus den Leben der Opfer zu konzentrieren.

Ein Problem bei der Recherche stellt die oft spärlichen Quellen dar. Zwar gibt es Dank des großen Engagements des Arbeitskreises „Ludwigshafen setzt Stolpersteine” zu einigen Personen bereits umfangreiches Material wie Briefe, Bilder und Akten. Bei anderen gibt es wiederum nur wenige erhaltene Zeugnisse ihrer Existenz. Unterstützung bekommen die Schüler im Ludwigshafener Stadtarchiv: Nicht nur Dr. Stefan Mörz öffnet bereitwillig die Ordner und Aktenschränke seines Archivs, auch vier weitere Experten und Expertinnen, die zum Teil einige Opfer des NS-Terros persönlich kannten, stellen sich für Interviews zur Verfügung. Die Recherche im Archiv und die Interviews erweisen sich zwar als kräftezehrend, sind dafür aber sehr gewinnbringend.

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