Über das Projekt

Zeig mir Deine Stadt! ist das Motto des Kooperationsprojekts LuView, bei dem Ludwigshafener Bürger und Bürgerinnen über verschiedene Aufhänger von ihrer Innenstadt erzählen. Entstehen soll eine virtuelle City Map mit Stadtrundgängen über welche die Erzählungen, Ansichten und Ideen zur Stadt in Video-, Bild-, Text- oder Tonformaten nachverfolgt werden können; gleichzeitig ermöglichen QR-Codes und Apps an Orten im Stadtraum den direkten Zugriff auf das Erzählte. 

Startschuss
LuView startet am 21. März mit der Aktion ‚RÄUME FÜR TRÄUME‘. Alle Besucher des Hack and the City-Eröffnungstages können Orte und Plätze in der Innenstadt benennen, für die und von denen sie träumen – ob Zukunftstraum, Wunschtraum, Wachtraum oder Albtraum – die benannten Räume werden direkt am LuView-Desk auf einer virtuellen Karte markiert und so entsteht im Laufe des Tages eine Raum-Traumkarte für die Innenstadt.

Projekt und weiterer Ablauf
Das Projekt LuView zählt zu einer Reihe von Projekten, die die Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum ‚Innenstadt‘ zum Thema machen, sich mit seinem Ist-Zustand sowie mit möglichen Entwicklungsprozessen beschäftigen. Sechs Arbeitsgruppen werden sich bis März 2015 mit der Frage auseinandersetzen, wie unterschiedliche soziale Gruppen die Innenstadt nutzen und welche Räume und Orte dabei eine Rolle spielen oder spielen könnten. Es geht unter anderem um Erinnerungs- und Lieblingsorte, ‚Emotional Landscapes‘, kulturelle Vielfalt, Natur, Architektur, Stadtgeschichte sowie das Alltagsleben im Zentrum der Stadt. Die mit den Gruppen entwickelten, auf einer Smartphone-App basierenden Stadtrundgänge beinhalten Texte, Fotos, Hördateien und kleine Videofilme. Sie werden dann über das LuView-Internetportal veröffentlicht und können von interessierten Stadtbewohnern und -besuchern abgelaufen werden.

Das Projekt will über Vernetzung, Kreativität und Partizipation neue Formen der Aneignung des städtischen Raumes, des Sprechens und Reflektierens über Ludwigshafen möglich machen. Es beschränkt sich auf den ‚Brennpunkt‘ Innenstadt und verfolgt das Ziel ein aktuelles Thema der Stadtentwicklung zum Gegenstand einer künstlerischen und soziokulturellen Auseinandersetzung zu machen, um neue Perspektiven hervorzubringen. Projektteilnehmer sind u.a. Schüler, Bürger, Studenten, Gärtner oder Künstler.

Kooperationspartner:
Projektbüro Europäische Kulturhauptstadt: Das Projektbüro unterstützt alle strategischen wie projektbasierten Aktivitäten, die neue Verbindungen zwischen Kultur und anderen urbanen Entwicklungsfeldern herstellen bzw. eine Vernetzung verschiedener Bereiche und Institutionen fördern. Die Auseinandersetzung mit dem Kultur-, Erfahrungs- und Begegnungsraum Stadt in verschiedenen künstlerischen und soziokulturellen Formaten bildet dabei einen inhaltlichen Schwerpunkt.

Hack and the City, Wilhelm-Hack-Museum: Mit der Unterstützung der internationalen Fellow-Kuratorin Öykü Özsoy möchte sich das Wilhelm-Hack-Museum stärker als Denkfabrik und als Ideengeber für die Bürger aller Gesellschaftsschichten positionieren. Dafür steht die Entwicklung eines umfangreichen, in den öffentlichen Raum der Stadt übergreifenden, interdisziplinären Programm, das Ausdruck einer konstruktiven Auseinandersetzung mit den Grenzen, Gemeinsamkeiten, Potenzialen und Wechselwirkungen von Kunst, Sozialem, Gesellschaft, Politik, Alltag und Interkulturalität ist.

medien + bildung.com: medien+bildung.com GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Landeszentrale für Medien und Kommunikation LMK.
Sie entwickelt und realisiert Angebote zur praktischen Medienbildung in Rheinland Pfalz. medien+bildung.com engagiert sich für Projekte an der Schnittstelle von kultureller Praxis, künstlerischer Arbeit und digitaler Medienentwicklung sowie für die soziokulturelle Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen von Kindern bis zu Senioren. Ausgehend von dem multimediafähigen App-Baukasten ‚Placity‘ kann medien+bildung.com webbasierte Stadtrundgänge für das Smartphone entwickeln und u.a. mit Elementen der ‚Augmented Reality‘ audiovisuell aufbereiten.