Wildes LU: zweiter Workshoptag

Bevor  die Expedition quer durch das wilde Ludwigshafen beginnt, muss das Hackgarten-Team erst noch ein paar Dinge lernen: Wie schaltet man die Kamera ein? Wie wird das Videostativ aufgebaut? Was bedeutet “headroom” und was ist eigentlich eine Bauchbinde? Doch bereits bei den ersten “Trockenübungen” vor der Kamera wird klar: hier sind echte Profis am Werk. Josefa Grieshaber ist es gewohnt vor Gruppen zu sprechen. Als Kräuterpädagogin verfügt sie über ein großes Fachwissen, dass sie mit viel Elan und Spaß an der Sache vermittelt.  Auch der gelernte Landschaftsgärtner Toni Wachtel macht vor der Kamera eine gute Figur: Ihm merkt man an, dass er es gewohnt ist in seiner Tätigkeit als Arbeitserzieher, Dinge zu erklären. Für die Arbeit hinter der Kamera erweist es sich als großes Glück, dass Ilona Schäfer und ihr Mann Peter begeistere Hobbyfotografen sind. Nicht nur der Umgang mit der Videokamera ist für sie kein Problem, mit großer Begeisterung  machen sie unerlässlich Making-Of-Bilder und Detailaufnahmen der verschiedenen Pflanzen. Auch der neu hinzugekommene Harald Gruber findet sich schnell in das Team ein, er hat bereits vor vielen Jahren Erfahrungen beim öffentlich rechtlichen Fernsehen gesammelt, die Aufgabe des “Ton-Manns” scheint ihm wie auf den Leib geschnitten.Wildes LU-Workshop (3)
Dennoch müssen sich die Großstadtforscher gleich zu Beginn ihrer Safari mit technischen Problemen herumschlagen. Das Video-Stativ ist defekt und als dann auch noch am Drehort festgestellt wird, dass die Videokassette vergessen wurde, kommt der Zeitplan ins wackeln. Das ganze passiert ausgerechnet an dem Ort, an dem es ohnehin nicht ganz einfach ist zu drehen: in der Nähe des Bahnhofs! Hier ist eigentlich Guerillataktik angesagt: schnell aufbauen, das Video drehen und verschwinden bevor irgendjemand die Gruppe verscheucht. Doch zum Glück ist am Samstag weniger los, sodass sich niemand an den Dreharbeiten stört. Die Ausbeute dieser Aktion kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Unmengen an wilden Möhren wachsen im und um das Bahnhofsgelände. Als der Bahnhof 1969 erbaut wurde, zählte er zu den modernsten der Welt. Heute hat sich die Natur einige Plätze zurück erobert. Die Pflanzentröge des weitläufigen Geländes bieten ideale Voraussetzungen für verschiedenste Pflanzenarten.Wildes LU-Workshop (11)

Nach der Mittagspause mach sich das Team daran, die verlorene Zeit wieder einzuholen. Mit großem Tatendrang und viel Teamgeist gelingt es im Rekordtempo die letzten vier Stationen in den Kasten zu bekommen und rechtzeitig zur abschließenden Teambesprechung fertig zu werden.

Aber abgeschlossen ist das Projekt damit nicht! Die eigentliche Arbeit liegt noch vor dem Projekt-Team. Im Laufe der kommenden Monate, soll die Broschüre geschrieben werden. Dafür müssen Bilder ausgewählt werden, Texte erstellt und spannende Fakten und Anekdoten gesammelt werden. Ende des Jahres soll dann der Ludwigshafener Pflanzenführer „Wildes LU – jede Stadt ist grün“  endlich gedruckt und kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

 

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